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Pirat
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cool Offener Brief an die FFA - Pirateriekampgagne Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Sehr geehrter Präsident der Filmförderungsanstalt,
Sehr geehrter Vorsitzender der Präsidiums, Herr Junkersdorf,

Der Presse habe ich entnommen, daß ein "All-Industry-Treffen" der FFA einen Antrag zur Finanzierung einer Anti-Piraterie-Kampagne vorlegen möchte:

Zitat:

Müchen, 18.09.03 / 08:43 Kino National
Einigung bei Anti-Piraterie-Kampagne
In wesentlichen Punkten hat sich die Film- und Videobranche gestern anlässlich eines Münchner All-Industry-Treffens auf die Initiierung einer breit angelegten Anti-Piraterie-Kampagne geeinigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit übernimmt dabei die Agentur Zum goldenen Hirschen, die bereits die Kampagne "Kino ist das Größte" realisiert hat, die entsprechende Konzeption. Zunächst jedoch steht die Klärung der Finanzierung im Vordergrund: Ein entsprechender Antrag soll der FFA-Werbekommission am 25. September durch die ZKM - Zukunft Kinomarketing GmbH vorgelegt werden.
Quelle: Blickpunkt:Film


Ich möchte Sie bitten, bei der Entscheidung des Antrages, der demnächst bei Ihnen eingehen wird, folgendes zu berücksichtigen:

1. "Kampf gegen Piraterie" steht nicht im Aufgabenkatalog der FFA. (Es steht zwar explizit im neuen Entwurf des FFG, aber in der derzeit geltenden Regelung nicht.)

2. Das neue Urheberrecht, das seit wenigen Tagen inkraftgetreten ist, sichert der deutschen Unterhaltungsindustrie Schutzprivilegien in noch nie dagewesenem Umfang zu. So wurde die Privatkopie de facto abgeschafft, weil es verboten ist, einen Kopierschutz zu umgehen. Man darf unter Androhung von Strafe auch nicht mehr über das Wesen des Kopierschutzes sprechen, da Anleitungen zum Knacken von Codes ebenfalls unter Strafe gestellt werden. Dies kommt einem mittelalterlichem Obskurantismus gleich.
Das neue Urheberrecht hat die Industrie so sehr gestärkt, daß sie keine öffentlich-rechtlichen Gelder benötigt, um ihre Lobby-Kampagnen durchzuführen.

3. Die Verwicklung der FFA in den Pirateriekampf der Lobbies ist moralisch nicht zu rechtfertigen. Eine der Hauptaufgaben der FFA, ist für die Verbreitung von deutschen Filmen als Kulturgut zu sorgen. Legale Kopien genauso wie illegale Kopien sind bestens geeignet, deutsches Kulturgut zu transportieren. Die auf Ihrer Homepage veröffentlichte Studie zum Brennerverhalten in Deutschland beweist dies ausdrücklich. Im Kampf gegen eine überwältigen amerikanischen Marktanteil im Kino, sollte jedes Mittel genützt werden, um die Verbreitung von Filmen in Deutscher Sprache zu fördern. Zumal das Dulden von Kopien eine Art der Kulturförderung ist, die Sie keinen Cent Kostet.

4. Der Kampf der Lobbies gegen Piraterie und demzufolge auch seiner "Verbraucher" und "Kunden" ist ebenfalls moralisch nicht zu rechtfertigen. Als Filmförderungsanstalt haben Sie selbst den besten Überblick über die Höhe der Subventionen, der geförderten Kredite und der von Ihnen übernommenen Ausfallgarantien in der Finanzierung von deutschen Filmen. Die Verbraucher und Kunden können zu recht behaupten, daß Sie einen große Teil der deutschen Filmwerke durch Abgaben selbst bereits bezahlt haben. Warum soll dann den Deutschen Gebührenzahlern versagt sein, Deutsche Filme zu kopieren?

5. Unter Piraterie ist allgemein die nicht erlaubte kommerzielle und gewinnbringende Weitervermarktung urheberrechtlich geschützter Werke zu verstehen. Dieser Straftatbestand wird bereits durch alle möglichen Gesetze verboten. Eine Antipirateriekampage wie die Lobbies sie vorschlagen, richtet sich gegen Privatpersonen, Kinozuschauer, und wird gewiß nicht zur Steigerung des Kinobesuchs beitragen.

6. Als Filmproduzent kenne ich den deutschen Medienmarkt gut. Wir sind in Deutschland eine Industrie von Subventionsempfängern. Und als Subventionsempfänger sind wir von der Großzügigkeit des Staates und der seiner Bürger abhängig. Genau aus diesem Grund müssen wir den Verbrauchern und Bürgern das Recht auf Kopien einräumen. In manchen Fällen gerade bei kulturell wertvollen Filmen ist die Kopie der einzige Weg an die Zuschauer zu kommen. Wie viele gute Filme werden in Deutschland gefördert, werden schlecht ausgewertet und bekommen fast nie ein Publikum. Ich könnte Ihnen da jedes Jahr einige nennen. Sollte man diese Rechteinhaber schützen, damit die öffentlich-rechtlich Finanzierten Filme auch erst recht niemand sieht?

Sehr geehrte Herren, es ist ebenfalls eine Sache von Anstand, daß eine so mächtige Institution wie die Filmförderungsanstalt eine gewisse Unabhängigkeit vertritt. Es ist nicht richtig, eindeutig die Interessen einer Lobby zu vertreten, und ihr gewissermassen auch noch eine öffentliche Förderung zuteil kommen zu lassen, damit diese Lobbyarbeit im Kino als Werbespot ausgestrahlt werden kann. Wenn Sie eine öffentliche Debatte fördern wollen, dann fördern Sie eine öffentliche Debatte. Bitte sorgen Sie dafür, daß auch Leute von der "Gegenseite", die Bürgerrechte vertreten wollen, dabei sind.

Zum Schluß möchte ich Ihnen erklären, warum eine Einschränkung des Urheberrechts auch für mich als Filmproduzent von größter Bedeutung ist. Urheberrechte schützen diejenigen, die einen Bestand an Kulturgütern besitzen. (Musiclabels, Studios) Für Kreative, die gerade ein Kulturgut, einen Film aufbauen wollen, sind sich ins Unendliche erstreckende Urheberrechte eine Behinderung. Die großen Konzerne, z.b. Disney konnten ein Imperium aufbauen, indem Sie sich aus PUBLIC DOMAIN Kulturgütern bedienten. (z.B. Brüder Grimm) Die Gesetzeslagen, die diese Konzerne bei ihrem Start vorgefunden haben, sind in keiner Weise mehr vergleichbar mit der Urheberrechtssituation, in der sich junge Kreative heute befinden. Warum werden z.B. die Urheberechtsfristen in USA jedes mal verlängert, wenn Micky Mouse ins Public Domain fallen könnte? Sie Herr Junkersdorf, wären sicherlich in der Lage ausgezeichnete neue Micky Mouse Filme zu produzieren.

Das Public Domain ist etwas, was der Bevölkerung gehört. Die zunehmenden technischen Erfindungen und z.T. unrechtmäßige Softwarepatente geben der Industrie die Möglichkeit, Nutzungsrechte der Verbraucher dort einzuschränken, wo sie per Gesetz unreguliert sind, oder gar erlaubt sind.

Ich selbst verdanke mein Ausbildungsniveau in erster Linie einer frei zugänglichen Kultur, in wesentlichem Umfang der Privatkopie, und ebenfalls auch der Filmförderung. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, mit den heutigen Beschränkungen im Urheberrecht meinen jetzigen Bildungsstand erreicht haben zu können. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und eine in Zukunft in Deutschland immer älter werdende und in der Tendenz innovationsfeidliche Bevölkerung, ist der freie Zugang zu unserer Kultur sogar eine wesentliche Vorraussetzung, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Sehr geehrte Herren,
ich bitte Sie, diese Zeilen mit Bedacht zu lesen. Mein Standpunkt mag Ihnen vielleicht unwirtschaftlich oder abwegig vorkommen, aber ich versichere Ihnen - gerade als Mitglied dieser Industrie - wir müssen die Verbreitung unserer Kultur unterstützen und sollten sie in gar keinem Falle aufhalten. Bitte weisen Sie den außergewöhnlichen Antrag der Lobbies zur Unterstützung der "Antipirateriekampagne" zurück. Diese Maßnahme würde in keiner Weise die Zukunftsaussichten in Deutschland verbessern, im Gegenteil.

Mit vielen freundlichen Grüßen

Pirat

18.09.2003 13:59
HAPAHE HAPAHE ist männlich
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Zitat:
6. Als Filmproduzent kenne ich den deutschen Medienmarkt gut. Wir .....


Ist schon eigenartig, das hier ein Produzent für das kopieren seiner Werke eintritt. verwirrt

Es geht bei dieser Kampagne ja nicht um die "Privatkopie", die angelegt wird um das teure Original zu schützen, sonder um die vielen Kopien, die unter "Bekannten" und auf Schulhöfen usw. weitergegeben werden. Das hat mittlerweile schon gravierende Züge angenommen.

19.09.2003 09:32 HAPAHE ist offline Email an HAPAHE senden Beiträge von HAPAHE suchen Nehmen Sie HAPAHE in Ihre Freundesliste auf
Pirat
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Zunge raus! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Lieber HAPAE,

ja genau, es geht darum, daß die Menschen und alle Bürger eine kulturelle Bereicherung erleben, wenn Sie Filme und Musik miteinander austauschen. Dieses Recht, das über Jahrhunderte nie angetastet wurde, ist dem neuen Urheberrecht zum Opfer gefallen.

Ich kann in Deutschland beim derzeitigen Förderunssystem keinen Film ohne Förderung finanzieren, und brauche daher das Geld der Steuerzahler. Es ist für mich als Produzent daher eine Anstandssache, Kopien die die Bürger machen zu dulden.

Piraterie ist für mich, wenn jemand meine Werke gegen Geld irgendwo verkauft.

MfG

Pirat

24.09.2003 11:18
HAPAHE HAPAHE ist männlich
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Beiträge: 119
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Lieber Pirat,

wir verdienen mit dem zeigen der Filme unseren Lebensunterhalt. Wenn nun das kopieren und weitergeben der Ware Film legalisiert und geduldet wird können wir unseren Laden über kurz oder lang zumachen. Es geht hierbei nicht um die reine Privatkopie zum sichern der erworbenen DVD. Es kann aber nicht sein, das ein Film kopiert und dann "unentgeltlich" zur Nutzung ins Netz gestellt wird. Am besten noch vor erscheinen im Kino. Dadurch wird die Verwertungskette und somit auch die Einnahmemöglichkeit aller unterbrochen. Es kann ja nicht Ihr Ziel sein auf immer und ewig von Subventionen abhängig zu sein oder?


PS. Das kopieren und weitergeben von urheberechtlich geschützten Werken egal ob unentgeltlich oder gegen bares war übrigens noch nie legal.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von HAPAHE am 24.09.2003 16:16.

24.09.2003 16:14 HAPAHE ist offline Email an HAPAHE senden Beiträge von HAPAHE suchen Nehmen Sie HAPAHE in Ihre Freundesliste auf
PIRAT
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Geld verdienen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Lieber HAPAHE,

Sie haben einen wichtigen Punkt angeprochen.
Zitat:
Geld verdienen

Als Produzent für Kinofilme sollte ich mit der Produktion von Filmen Geld verdienen. Der Staat legt diesen Anteil in seinen Förderungsrichtlinien selber fest.

Eine der perversen Konsequenzen der Filmförderung, ist die Tatsache, daß Einkaufspreise bei TV-Sendern um den Anteil der Filmförderung sinken.

Deutsche Verleiher sind nicht in der Lage, sich finanziell an der Finanzierung von Kinofilmen im substantiellen Masse zu beteiligen. Die Verleihbeteiligung am Bundefilmpreisträger Die Unberührbare betrug: 50.000 DM!

Sämtliche Phasen der Produktion müssen gefördert werden: Drehbuch, Projektentwicklung, Produktion und letztendlich der Vertrieb, von dem auch die Kopien bezahlt werden, die bei Ihnen in den Kinos laufen.

Das ist Alles Geld, was Ihnen und den Verbrauchern genommen wird. Von diesem Geld profitieren hauptsächlich TV-Anstalten, die Ihre Einkaufspreise, um die von Ihnen bezahlten Abgaben reduzieren können. Das ist Geld, was Sie weniger Verdient haben. Ihr Verband hat dies in der Ablehnung des neuen FFG-Entwurfs sehr deutlich dargestellt, ohne jedoch die grundliegenden Perversionen des Systems aufzudecken und in Frage zu stellen.

Was ich Ihnen damit sagen will: Die Filmindustrie ist von Produktionsseite bereits TOT in Deutschland. Unsere Deutsche Vertriebsindustrie ist ebenfalls TOT. (Sie werden Sich an die vielen Firmen am neuen Markt erinnern. Die unternehmen, die dort aufgrund von Inkompetenz zurgrunde gegangen sind, waren zum Größten Teil das unabhängige Deutsche Vertriebsnetzwerk.) Zu welchem Preis wollen Sie nun das Sterben der Kinos verhindern? Diese Entwicklung ist völlig unabhängig von den Masnahmen, die Sie versuchen einzuleiten.

Kino besitzt nicht mehr denselben Stellenwert wie vor 50 Jahren. Sie müssen lernen mit allen Medien zu konkurrieren, und gegebenenfalls auch Geschäftskonzepte neu überdenken.

Ich möchte Ihnen bei dieser Gelegenheit auch jede Hoffnung auf Besserung nehmen. Das Ausbildungsniveau ist am Boden. (Hier werden ebenfalls Staatliche Millionenbeträge verpulvert.) Der Kreative Nachwuchs ist in Deutschland nicht mehr vorhanden.

Das hauptsächlich US-Amerikanisch geprägte Deutsche Kinoprgramm trägt auch dazu bei, das Kino nicht mehr als "Vielfalt" anzusehen.

Für mich als Filmproduzent bedeutet dies:
- die Deutsche Verleih und Kinolandschaft ist finanziell irrelevant
- alles hängt von Staatlichen Subventionen ab.

Kopieren bedeutet:
- Kampf gegen einen übermäßigen Amerikanischen Marktanteil
- Freie Zirkulation von deutschen Kulturgütern, die bereits vom Steuerzahler finanziert wurden.

Es tut mir sehr leid, wenn ich Ihnen nichst Positiveres zu diesem Thema sagen kann.

MfG

PIRAT

25.09.2003 13:25
KarlOtto
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Also da hab ich doch glatt mal eine Frage an den Piraten:
Deine Einstellung wäre also anders, wenn mehr deutsche Filme im Kino liefen?
Ich bin ja nur Kinobesucher, aber trotzdem fällt sogar mir auf, dass fast alle deutschen Filme im Kino ziemlich schlecht laufen. Da ist es eigentlich nur verständlich, dass die Kinos diese sehr selten ins Programm nehmen, da müssen schon ziemlich bekannte Personen mitspielen, damit es sich einigermaßen rentiert. Warum gibt es aus Deutschland keine vernünfitgen Actionfilme, bei denen es wie bei den amerikanischen Vorbildern richtig knallt? Wenn man das dann noch mit einer vernünftigen Story versetzt, könnte ich mir vorstellen, dass der dt. Film wieder erfolgreicher wird. Aber solange das nicht passiert, sehe ich da eher schwarz. Die einzigen dt. Filme die einigermaßen laufen, sind Komödien. Hin und wieder schau ich mir mal einen deutschen Kurzfilm oder auch Spielfilm im Fernsehen an, aber ich muss sagen, die sind meist total langweilig, nicht immer. Auf jeden Fall sind es keine Filme, die man im Kino sehen muss.
Im Kino erwarte ich und die Mehrheit der Kinobesucher Action, Handlung usw. Nicht irgendwelche Leute die irgendwo rumsitzen und sich lange unterhalten, was aber bei den meisten dt. Produktionen leider immer noch der Fall ist.
Was die Internetpiraterie betrifft unter Privatkopie viel immer, dass man insgesamt 7 Kopien anfertigen durfte und diese unendgeltlich zu verteilen. Sinn und Zweck war immer, dass entsprechende Werk sei es nun Musik oder Film einfach bekannter zu machen. Dass das in der Zwischenzeit überhand genommen hat, sollte wohl jeder gemerkt haben. Das es verboten ist Kopierschutz zu umgehen finde ich ne Sauerei. Z.B. im Auto würde ich mir nie Original-CDs anhören. Da habe ich schonmal Kratzer drauf. Da ich sehr viel von DVD halte und den Tonformaten darauf, kommt ne Filmkopie für mich nie in Frage. Da muss auch langsam mal was gegen getan werden.
Auch wieder so ein Punkt an den Piraten, wenn es sich bei den Filmdownloads aus dem Netz um dt. Filme handeln würde, wäre das ja nicht so schlimm. Die laufen ja meist eh nicht im Kino. Aber hast du mal versucht solche Filme im Netz zu finden, also ich find da höchstens internationale Filme und zwar genau die, die ich mir auch im Kino ansehen könnte.
In der Zwischenzeit hab ich die Leute aus meinem Freundeskreis wieder für´s Kino begeistert und sie laden sich nur noch Filme runter, die sie sich eh nicht angesehen hätten, aber auch das finde ich nicht in Ordnung. Aber was will man ändern.
Der Filmdownload hat aber einen Vorteil, man kann sich die Filme ansehen, die man sich im Kino nicht angesehen hätte. Mach ich zwar immer noch nicht, weil mir der Download zulange dauert. Aber in der Hinsicht finde ich es nicht schlecht. Aber wenn man den Download als Kinoersatz nimmt, finde ich es nicht in Ordnung. Geht man natürlich noch weiter in der Kette ist der Download überhaupt nicht in Ordnung, denn Filme die ich nicht im Kino gucke, hätte ich im TV geguckt und da brauch ich sie ja dann nicht mehr, denn ich hab sie ja schon.
Naja ich weiß nicht, ich machs nicht und ich bemühe mich die Leute davon abzuhalten bzw. mit ins Kino zu ziehen und in letzter Zeit habe ich damit immer mehr Erfolg. Hoffentlich bleibt das so.

25.09.2003 18:59
PIRAT
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Lieber Karl Otto,

Danke für Deinen Beitrag.

Was ist los mit deutschen Filmen? Wir machen hier in Deutschland tolle Fernsehfilme, aber was sich im Kino abspielt ist intellektuell, technisch und unterhaltungsmäßig höchsten auf Amateurniveau. Ich gebe Dir vollkommen recht. Warum das so ist? Wir haben keine funktionierende Kinoindustrie. Das möchte ich neutral mal so stehen lassen. Bitte mache einen neuen Diskussionszweig auf, wenn Du mehr darüber wissen möchtest. Das ist ein interessantes Thema. Ich würde gerne mehr darüber mit dir diskutieren und auch noch andere Geschmackliche Defizite ansprechen, die unsere Kultur betreffen: Essen, Wein, Musik, Literatur, Kunst. Film ist in Deutschland keine Ausnahme und ist auch nicht der einzige der zu leiden hat.

Zitat:
Auch wieder so ein Punkt an den Piraten, wenn es sich bei den Filmdownloads aus dem Netz um dt. Filme handeln würde, wäre das ja nicht so schlimm. Die laufen ja meist eh nicht im Kino. Aber hast du mal versucht solche Filme im Netz zu finden, also ich find da höchstens internationale Filme und zwar genau die, die ich mir auch im Kino ansehen könnte


Ich sehe nicht, wie Deine Feststellungen meiner Argumentation widersprechen. Du hast die Deutschen Filme ja duch Deine Abgaben beim DVD-Verleih, -Verkauf, auf dem Rohling und durch Deine Steuern ja bereits bezahlt. Er gehört Dir.

Bitte sag doch mal genauer was das heisst: Man müßte Doch mal was machen?

Viele Grüße

Pirat

26.09.2003 01:01
KarlOtto
Gast


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Zitat:
Original von PIRAT
Lieber Karl Otto,

Danke für Deinen Beitrag.

Was ist los mit deutschen Filmen? Wir machen hier in Deutschland tolle Fernsehfilme, aber was sich im Kino abspielt ist intellektuell, technisch und unterhaltungsmäßig höchsten auf Amateurniveau. Ich gebe Dir vollkommen recht. Warum das so ist? Wir haben keine funktionierende Kinoindustrie. Das möchte ich neutral mal so stehen lassen.


Deiner Meinung nach gibt es in Deutschland gute Fernsehfilme???? Entschuldigung hab ich was verpasst? OK, die ProSieben Movies sind hin und wieder mal gut, aber das sind auch bei denen Ausnahmen. Aber ist dir mal aufgefallen, dass es überwiegend (wie soll man es nennen?) Liebesfilme sind bzw. Komödien, so nennt man die ja. Das sind keine guten Filme, es sind ebenfalls keine Filme, die ich mir im Kino ansehen würde. Da kommen ja bessere Filme aus Frankreich, z.B. "Taxi", "Das fünfte Element" usw. Streng genommen gibt es einen wirklich guten dt. Kinofilm, der meinen Anforderungen gerecht wird, nämlich "Resident Evil"!
Obwohl es strenggenommen kein reiner dt. Film ist.

Zitat:
Zitat:
Auch wieder so ein Punkt an den Piraten, wenn es sich bei den Filmdownloads aus dem Netz um dt. Filme handeln würde, wäre das ja nicht so schlimm. Die laufen ja meist eh nicht im Kino. Aber hast du mal versucht solche Filme im Netz zu finden, also ich find da höchstens internationale Filme und zwar genau die, die ich mir auch im Kino ansehen könnte


Ich sehe nicht, wie Deine Feststellungen meiner Argumentation widersprechen. Du hast die Deutschen Filme ja duch Deine Abgaben beim DVD-Verleih, -Verkauf, auf dem Rohling und durch Deine Steuern ja bereits bezahlt. Er gehört Dir.

Bitte sag doch mal genauer was das heisst: Man müßte Doch mal was machen?

Viele Grüße

Pirat


Was willst du an dieser Stelle erklärt haben?
Also ich mein das so. Du willst das es erlaubt bleibt den dt. Film runterzuladen, weil man ihn sonst nicht zu sehen bekommt. Gut in dem Punkt möchte ich dir zustimmen. Aber im Internet gibt es den dt. Film nicht zum Download. Also ist das Blödsinn, was du forderst. Alle Filme, die es im Internet zum Download gibt, kann ich im Kino sehen, dann auf DVD kaufen und später im Fernsehen sehen. Wenn man dagegen nichts macht funktioniert die Verwertungskette nicht mehr. Deswegen muss man dagegen was unternehmen. Das damit das potentielle herunterladen von dt. Produktionen ebenfalls nicht mehr möglich wird, ist leider ein Nebeneffekt. Aber da da eh nichts zum Downloaden dieser Art ist, würde man ja nichts verhindern, was sowieso gar nicht geht. Also würde sich nichts ändern.
Wenn du mit deiner Forderung erreichen willst, dass die Verwertungskette vernichtet wird, damit der dt. Film mehr Beachtung erhält, gefällt mir das noch weniger. Solange dt. Produktionen nicht den Standart einer amerik. Produktion haben, also nicht mehr auf arte Niveau sind, will ich sie nicht in Massen sehen. Da bin ich dafür solange die Verwertungskette aufrecht zu erhalten.
Was hab ich heute doch interessantes in der TV Movie gelesen, ich glaube das passt hier zu diesem Thema, deutsche bezahlen einen großen Anteil an amerik. Kinofilmen indem sie in Filmfonds investieren (was auch noch Steuervorteile bei den Gewinnen mit sich bringt, weil sie anders besteuert werden) mit Namen "Cinerenta" und "DCM (Deutsche Capital Management)". Seit neuestem ist es sogar möglich auf Drehbuch, Mitwirkende, Darsteller usw. Einfluss zu nehmen, zumindest die Leute, die die Fonds zusammenstellen. Somit haben deutsche 75 Mio. € von "Gangs Of New York" bezahlt, 165 Mio. € bei "Herr der Ringe" und die kompletten 212 Mio.€ bei "Terminator 3" (dieser bringt z.B. 9% Gewinn)! Vielleicht sollte man mal die Personen die die Fonds zusammenstellen Fragen, ob sie nicht mal in deutsche Filme investieren wollen. Vielleicht geht es dann endlich mal bergauf. Firmen die die Special Effects usw. erstellen können, scheint es ja zu geben, siehe "Herr der Ringe"!

26.09.2003 19:19
Pirat
Gast


Definitionen Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Lieber KarlOtto,

Ich möchte ein paar Dinge, die Du angesprochen hast, näher erläutern.

1. Deutsche TV-Filme sind in der Tat nicht besonders gut an sich, aber hervorragend, wenn man sich das Preis-Leistungsverhältnis ansieht. Was wir hier für unser Programm ausgeben wäre in den USA eine NOBUDGET-Produktion.

2. Warum entsteht hier kein TAXI, oder Fünftes Element? Auf diese Frage habe ich zwei Antworten: a) Wir Deutschen sind ein Volk von Lizenznehmern. Es ist tausendmal einfacher ein fertiges Produkt zu kaufen, als das Risiko einer neuen Produktion einzugehen. b) bei einem Marktanteil für Filme in Deutscher Sprache bei ca. 10% ist der Kinomarkt als Finanzierungsquelle relativ unsicher. Die Hauptfinanzierungsquelle bleibt das Fernshehen, das natürlich nur an TV-Rechten für einen Kinofilm interessiert ist. Der Preis dafür liegt also in etwa ähnlich wie bei einer TV-Produktion. Aus diesem Grund sind unsere Kinofilme ein wenig durch Förderung aufgepeppelte Fernsehfilme.
Die Auswirkung auf die Ästhetik kannst Du Dir vorstellen. Für die kleine Kiste, wird man keine großen Totalen machen, Du wirst auch in den seltensten Fällen sehen, daß im Breitwandbild die Ränder des Bildes bespielt werden, weil das ja im TV rechts und links abgeschnitten wird. Ich habe selbst einen Videoprojektor zu hause, und brauche mir keine TV-Filme im Kino anzusehen.

3. Das Bildungsniveau, der in der Filmindustrie tätigen ist in meinen Augen sehr niedrig. Bei engagierten Kinobesitzern habe ich öfters eine große Kinobildung beobachtet. Im TV ist es jedoch ein Destaster. Da ist es nicht verwunderlich, das Du keine packenden Stories findest.

4. Der Marktpreis für TV-Originaldrehbücher beträgt grob gesagt 50-60 TEURO (dafür Tritt der Autor für immer und Ewig alle Autorenrechte ab. Er sieht selbst bei Erfolg nie einen cent.) In der Regel bekommt der Autor eine Anzahlung und den Rest seines Geldes, wenn der Film gemacht wird. Wenn der Film nie gemacht wird. Unter umständen muß ein Autor also in etwa ein halbes bis ein Jahr für etwa 15 TEURO einen supertollen Film basteln. Bei Kinofilmen liegen die Preise höher, jedoch nicht am Anfang der Entwicklung. Du kannst dir vorstellen, daß nur Menschen mit Liebhaberinstinkt und Jugendliche diese Berufe betreiben. Solche Perspektiven auch nach mehrjährigen Karrieren vorzufinden führt dazu, daß einigermaßen intelligente Menschen sich zügig einen anderen Lebensunterhalt suchen.

5. Zu den Filmfonds. Hier muß ich Dir sagen, daß Du ein Marketingopfer bist. Bei denen aus Deutschland finanzierten US-Produktionen handelt es sich um reine Finanzkonstruktionen. In wirklichkeit handelt es sich hierbei um Leasingverträge, die folgendermaßen Funktionieren: Ein US-Studio will z.B. einen Hollywoodfilm für 100 MIO USD produzieren. Die Herstellung dauert in etwa ein Jahr. Das heißt das Studio muß cash 100 Mio USD aus der Tasche ziehen. Das ist in etwa ob Du ein Haus bar bezahlen würdest. Das macht kein Mensch, weil die wenigsten das ganze Geld in Bar haben. Aus diesem Grund verkaufen die Studios ihre Filme z.B. an eine Deutsche Firma und LEASEN diesen Film über z.B. zehn jahre. Dieses Geld stammt aber hier nicht von einem Kredit einer Bank sondern setzt sich aus Privatinvestments zusammen. Dies hat für die Deutschen Investoren den enormen Vorteil, das nahezu 100% ihres Investments SOFORT abgeschrieben werden kann. Das ganze Geld einer Filmproduktion wird ja sofort verbraucht. Aus diesem Grund muß sie die Filmproduktionsfirma aus diesen Deutschen investoren zusammensetzen. In der Regel stellt die Deutsche Filmproduktionsfirma das Filmstudio als Dienstleister und Auftragsproduzent ein. Der freie Handel erlaubt das ja. (Das ist de Facto die Auszahlung des Kredits.) Es entsteht dabei kein Arbeitsplatz in Deutschland. Die Rückzahlung des Kredits geschieht durch einen Lizenzvertrag, indem eine Tochterfirma des Studios sämtliche Nutzungsrechte für im voraus vereinbarte Lizenzgebühren zurückkauft.

Der Vorteil für die Studios ist ein sehr großer Barwertvorteil. Sie können für denselben Kapitaleinsatz mehr Filme produzieren und haben eine geringere Kapitalbindung.

Der Vorteil für die Deutschen Investoren ist ebenfalls klar. Sie können große Summen die Sie vollständig versteuern müßten auf diese Weise elegant vor dem Finanzamt verschwinden lassen. Das sich die "Auschüttungen" über mehrere Jahre hinzieren, wird so das zu versteuernde Einkomen pro Jahr erheblich reduziert.

Man könnte ähnliche Konstruktionen auch für Europäische Filme machen. Auch die Franzosen bedienen sich gerne Deutschen Geldes. Warum wir das aber nicht für unsere eigenen Filme hinkriegen? Ein Teil Dummheit, das würde ja richtig professionnell agierende Unternehmer vorraussetzen. Ein anderer Teil ist die Vertriebsgarantie. Wer wird den garantieren, daß er 100 Mio mit einem Deutschen Film einspielen wird? Niemand. Aus diesem Grund sind Deutsche Filmfonds in der Regel sehr stark Risikobehaftet. Im Gegensatz zu den US-Studios stecken diese EIGENKAPITAL in die Produktion, was die Studios selten machen. Ein Flop hat dann zur Folge, das das Geld der Anleger mit einem Mal weg ist - Totalverlust. Die Private Kapitalspritze führt dazu, das es neben wenig Proffessionalität auch keinen Anreiz gibt, den Film erfolgreich zu vermarkten, das Geld wurde ja bereits durch die Anleger verdient. Vielmals entstehen hier Filme, die nie in die Kinos oder auch nie ins Fernshen kommen. Ich gebe zu es gibt auch Ausnahmen.

So, um diesen kleinen Exkurs zu beenden: Es gibt kein Anzeichen zur Hoffnung. Ich glaube auch nicht, daß andere Finanzierungsquellen, der deutschen Industrie helfen können: Ende der Neunziger Jahre sind etwa ein dutzend deutscher Verleiher und Produktionsfirmen an den Neuen Markt gegangen und haben dort sehr viel Geld eingesammelt. (Von Deutschen Privatanlegern.) Von diesem Geld wurden fast ausschließlich Amerikanische Lizenzen für den Deutschen Markt eingekauft. Die Künstliche "Nachfrage" hat natürlich dazu geführt, daß die Ankaufspreise für die "Muppets dieser Welt" sehr stark gestiegen sind. Die Verträge wurden in der Regel in Dollars geschlossen, ohne Währungssicherungsmechanismen. In den Prospekten z.B. der Firma "Kinowelt" war zu lesen: "Film ist das Rohöl der Zukunft..." Nunja, was kann man den mit einer deutschen Lizenz für einen Spielfilm machen? Mann kann Sie nur an einen deutschen Fernsehsender verkaufen. Nun hat es aber im selben Besagten Zeitraum eine sehr große Fusion im Bereich der Privatsender gegeben. Die Anzahl der Möglichen "Kunden" für die Lizenzinhaber hat sich reduziert. Es entstand also folglich ein Überangebot, was logischerweise zu einem Preisverfall beim Verkauf der Lizenzen führte. Jetzt sind die Sender aber nicht dumm. Sie zahlen Die für Deinen Film natürlich schon eine Anzahlung, aber die Hauptsumme bekommst Du erst wenn Die Senderechte wirklich verfügbar sind. Das heist nachdem die Sperrfrist für Kino abgelaufen ist. Um also den imensen Finanzierungsbedarf zu decken wurden diese Filme durch die Kinos gejagt zum Teil mit großen Verlusten und auch nicht immer zum Vorteilen der Filme. Es gab in den Jahren 2000 und 2001 sehr viele Filme für die Zuschauer, natürlich aber auch für weniger für jeden einzelnen. Diese Verluste ließen sich bei der Riesigen Kapitalbindung natürlich nie einholen, auch waren die Ankaufspreise erheblich über den Verkaufspreisen. Aber es wahr ja so cool in L.A. Filme einzukaufen. In nur zwei Jahren ist es der Deutschen Filmindustrie gelungen etwa 1,4 Mrd Euro zu vernichten und ihre eigenen Unternehmen zu ruinieren.

Die Geschäftsführer aus dieser Zeit sind heute immer noch dieselben und es sind die, die laut nach mehr Staatlicher Förderung schreien, gegen das Raupkopieren vorgehen und ihre Existenz bedroht sehen.

Diese Einstellungen und heuchlerischen Verzerrungen finde ich Pervers, die fließen in die Gesetzgebungsverfahren unweigerlich mit ein. Durch Kontinuierliche Staatliche Unterstützung wird auch eine gesunde Marktbereinigung verhindert: "Hilfe, unsere Kultur könnte ja untergehen." Tatsache ist, sie ist schon längst untergegangen und ich würde nicht auf die Player vertrauen, in deren Händen sie sich befindet.

Man könnte noch vieles zu diesem Thema sagen, wenn man mal darüber spricht, wem die unterschiedlichen Firmen gehören.

Aus diesem Grund, lieber Karl Otto, sehe Ich Deinen letzten Beitrag als sehr gerechtfertigt, aber viel zu naiv. Es geht hier um mehr als nur Deutsche Filme zu kopieren, oder kleinen Einzelmaßnahmen.

Ich hoffe, diese persönliche Interpretation einiger Ereignisse, konnte zu etwas mehr Verständnis beitragen.

MfG

PIRAT

27.09.2003 12:33
KarlOtto
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Ungefähr so hatte ich mir das gedacht.
Aber ein Punkt würde mich interessieren. Was ist passiert, nachdem in Deutschland "Das Boot" entstanden ist? Dies war doch ein wirklich guter dt. Film. Irgendwas muss sich doch danach drastisch in Deutschland geändert haben? Denn ich kann mich an keinen wirklich sehr guten deutschen Film danach erinnern? Das war doch keine Low-Budget-Produktion. Oder irre ich mich da? Sicherlich gab es noch ziemlich gute bzw. erfolgreiche Filme, wie "Lola rennt", "Knocking On Heavens Door", "Der Schuh des Manitu" oder "Good bye Lenin". Aber es sind keine Filme, die dem amerik. Standart gerecht wird. "Das Boot" war es aber noch. Also muss sich was drastisch geändert haben.
Wenn du es schon genannt hast, dann hab ich es irgendwie überlesen.
Mir ist bekannt, dass es sehr schwer ist, an Geld zu kommen. Habe bisher zwei Filme gemacht mit 0 Budget, beides Kurzfilme. Den ersten während meines Zivildienstes mit Digitalkamera, also MiniDV und den zweiten jetzt im Rahmen meines Medieninformatik Studiums. Dort haben wir mit Videocameras gedreht auf DV und konnten ein ziemlich professioneles Schnittsystem benutzen (Purple). Dabei sind auch sehr gute Filme entstanden. Geld für die Produktion zu bekommen war nicht möglich. Wie schwer es ist sogar in der eigenen Hochschule Drehgenehmigungen zu bekommen, haben wir auch erkennen müssen. Und die anschließende Vermarktung der Filme ist total schiefgelaufen, da das erstmal für uns sehr teuer geworden wäre, was natürlich keiner bezahlen kann. Somit hat man teilweise gute Filme gemacht, die niemals jemand zu sehen bekommt.

27.09.2003 22:29
Pirat
Gast


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Lieber KarlOtto,

Es werden Dir vielleicht ein paar Regisseure, auch die deren Filme Du magst, einfallen, die unmittelbar nach ihrem Erfolg das Land verlassen mußten.

Ernst Lubitsch
Fritz Lang
Wolfgang Petersen
Roland Emmerich
Wim Wenders
Werner Schroeter
Percy Adlon
Uli Edel

Es ist gut, daß Du selbst Erfahrungen mit Film gemacht hast. Als Medieninformatiker hast Du dich sicherlich sehr viel mehr mit Filmen auseinandergesetzt, als viele der Menschen, die täglich über Fernsehprogramme entscheiden. Dein Engagement für die Sache beweist Du duch Deine Teilnahme an diesem Forum. Ich würde Dir gerne etwas Ermutigendes sagen, und kann nur wünschen, daß Du mit Gleichgesinnten, Deine Visionen annähernd realisieren kannst.

MfG

Pirat

28.09.2003 00:06
PIRAT
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FFA Schweigt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Nach Schwangerschaftsurlaub der Pressesprecherin und im Brimborium der Präsidentennachfolge. Scheint die FFA so viel zu tun zu haben. Daß Sie immer noch keine Stellungnahme abgegeben hat. Aber ab April wird alles besser, da wir nämlich Herr Dinges von der DEGETO neuer Präsident. Ein Fernsehmann beim Film, hurra!

PIRAT

16.10.2003 00:47
Filmklause
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AUA, dann haben sie sich den Teufel höchstpersönlich ins Boot geholt

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16.10.2003 02:29 Filmklause ist offline Email an Filmklause senden Beiträge von Filmklause suchen Nehmen Sie Filmklause in Ihre Freundesliste auf
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P. Dinges wird nicht Präsident sondern Vorstand und er kommt nicht von DEGETO sondern von TELEPOOL.

Entschuldigung für die Verwechslung, ist aber fast dasselbe ;-)

Habe einen neuen Thread im Forum Filmförderungsgesetz aufgemacht.

Pirat

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